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Pressemitteilung 01/2026: Tagesklinik Görlitz feiert 25-jähriges Jubiläum

Tagesklinik Görlitz: Rückansicht der Villa mit Wiese, Spielplatz und Sonnensegel

Seit nunmehr 25 Jahren gibt es in Görlitz die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz. Am 15. Januar 2001 startete die Arbeit in der Martin-Opitz-Straße 5 in Görlitz, in der ersten Tagesklinik der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie außerhalb von Großschweidnitz. Damit konnte die wohnortnahe Versorgung von Kindern und Jugendlichen deutlich verbessert werden. Die Tagesklinik wendet sich an junge Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen, denen Angebote der ambulanten Behandlung nicht ausreichend helfen und die in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld verbleiben können.

Dr. med. Anja Hartmann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, unterstreicht die Bedeutung der Tagesklinik Görlitz für die Versorgung der Region. „Unsere Mitarbeitenden der Tagesklinik Görlitz leisten täglich engagiert einen wichtigen Beitrag für die Kinder und Jugendlichen, die ein Angebot zwischen ambulanter und vollstationärer Betreuung benötigen. Die Villa in der Martin-Opitz-Straße bietet dafür schöne Räumlichkeiten, u. a. mit Gruppenraum, Kreativ- und Beschäftigungszimmer, Schulzimmer, Ruheraum und auch einen Garten mit Spielplatz. Ohne typischen Klinikcharakter unterstützt dieses Umfeld die Behandlung und trägt mit zur Genesung bei“, so Dr. Hartmann.

Die Tagesklinik Görlitz bietet insgesamt zehn Plätze an. Behandelt werden Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren, die in der Regel für acht bis zwölf Wochen montags bis freitags von 08:00 bis 15:45 Uhr zu Diagnostik und Behandlung in die Tagesklinik kommen. Betreut werden sie durch ein interdisziplinäres Team aus Ärztin, Psychologen, Mitarbeitenden des Pflege- und Erziehungsdienstes, Sozialarbeiterin, Ergotherapeutin und Lehrerin.

Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche mit seelischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen, bei denen ambulante Hilfen nicht ausreichen und eine vollstationäre Diagnostik oder Therapie nicht unbedingt notwendig ist bzw. die dringend in ihrem häuslichen Umfeld verbleiben sollen. Aber auch Patienten, die nach einer stationären Behandlung einen allmählichen, unterstützten Wiedereinstieg in ihr soziales Umfeld benötigen, werden in der Tagesklinik behandelt.

„Die Arbeit in einer so kleinen organisatorischen Einheit mit großer Entfernung zum Haupthaus ist für die Mitarbeitenden und auch für die Organisation der Arbeits- und Verwaltungsabläufe der Klinik eine große Herausforderung – der Gewinn für die wohnortnahe Versorgung und die dadurch mögliche engere Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort kann nicht hoch genug geschätzt werden“, betont Chefärztin Dr. Hartmann.

Die Therapie erfolgt individuell auf die Problematik jedes einzelnen Patienten abgestimmt nach einem verhaltens-therapeutisch orientierten, multimodalen Therapiekonzept. Es gibt eine gemeinsame Alltagsgestaltung mit fester Tagesstruktur, gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten und altersgerechten Einzel- und Gruppenaktivitäten. Schulunterricht findet stundenweise in einem „Klassenraum“ statt und auch Zeit für gemeinsames Spielen ist eingeplant. Bindend für die Aufnahme eines Patienten in die Tagesklinik ist die regelmäßige Teilnahme der Eltern bzw. Sorgeberechtigten an Eltern- und Familiengesprächen und Eltern-Kind-Tagen.

Das Sächsische Krankenhaus Großschweidnitz ist ein modernes leistungsfähiges Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Neurologie und Forensische Psychiatrie mit rund 500 Betten (inkl. tagesklinische Plätze). Es ist mit seinen über 700 Mitarbeitern für die Versorgung eines großen Teils des Gebiets von Ostsachsen zuständig. 

15.01.2026

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