Ausstellungen

„Wieder Vertrauen fassen - Verbindungen und Beziehungen in der Kunsttherapie“
Am Donnerstag, 9. April 2026, wird in der Kirche Großschweidnitz um 15:00 Uhr die neue Ausstellung der Kunsttherapie des Sächsischen Krankenhauses Großschweidnitz eröffnet. Unter dem Titel „Wieder Vertrauen fassen - Verbindungen und Beziehungen in der Kunsttherapie“ werden Arbeiten von Patientinnen und Patienten der Erwachsenenpsychiatrie vorgestellt. Zur Eröffnung führt unsere Kunsttherapeutin durch die Ausstellung und gibt aufschlussreiche Einblicke in die Entstehung der Exponate.
Die Erwachsenen-Kunsttherapie (neben der Fachabteilung für Kinder und Jugendliche) ist für sieben Stationen und zwei Tageskliniken bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil im Therapiekonzept des SKH Großschweidnitz. Die Ausstellung soll nun exemplarisch die in der Kunsttherapie zur Anwendung kommenden Methoden und Mittel veranschaulichen und bietet Besucherinnen und Besuchern damit zahlreiche Ein- und Ausblicke in die Vielfalt der kunsttherapeutischen Arbeit.
Vom 10. April 2026 bis zum 8. Mai 2026 kann die Ausstellung montags bis freitags von 16:00 bis 17:00 Uhr besucht werden. Auch über diesen Zeitraum hinaus wird sie in der Kirche verbleiben und u. a. im Rahmen von Gottesdiensten zugänglich sein.
Besucher nutzen bitte die Parkplätze außerhalb des Krankenhausgeländes. Es besteht die Möglichkeit des barrierefreien Zugangs zur Kirche.
Zur Kunsttherapie: Die klinische Kunsttherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, in dem fundierte psychodynamische und künstlerische Kenntnisse in Kombination zur Anwendung kommen. Sie wirkt durch den Umgang und Ausdruck mit künstlerischen Mitteln, wie Malerei, Zeichnung, plastisches Gestalten mit Ton, Musikinstrumenten, dem eigenen Körper als auch szenisch mit Objekten und Figuren. Der emotionsbasierte, ressourcenorientierte, non-direktive Ansatz und die therapeutische Beziehung innerhalb der Kunsttherapie dienen zur Problemaktualisierung und Lösungsorientierung im kunsttherapeutischen Prozess. Sowohl der Gestaltungsprozess als auch die entstandenen Werke innerhalb des therapeutischen Geschehens dienen hierbei als 'Anschauungs- und Proberaum'. Das Ausprobieren verschiedener Medien und Techniken sowie die symbolhafte Umsetzung von persönlichen Lebensthemen durch imaginative Einstimmungen sind Methoden kunsttherapeutischer Auseinandersetzung. Darüber kann sich der Blick für Gefühle, Bedürfnisse, innere Bewegungen und Ressourcen öffnen. Im Gestalten können Beziehungen zu sich selbst, im sozialen Umfeld sowie im Kontakt mit dem Material gegenwärtig werden. Perspektiven und deren Veränderungen können im bildnerischen Prozess und im anschließenden Betrachten und Reflektieren sichtbar gemacht, bewusst wahrgenommen und somit be- und verarbeitet werden.
Die Betreuung der Kirche erfolgt durch Patienten der Klinik. In Einzelfällen kann dies therapiebedingt dazu führen, dass die Kirche zeitweise geschlossen ist. Für diesen Fall bitten wir um Verständnis. Selbstverständlich sind Sie auch herzlich zu den Gottesdiensten eingeladen.